Samstag, 22. Juni 2013

QOVOQ MANTI- KÜRBIS MANTI



Wer Usbekistan kennt wird wissen, dass die Grundnahrungsmittel Reis, Fleisch, Brot und unterschiedliche Teigwaren sind. Es gibt sehr viele Arten von Gerichten die mit Teig zubereitet werden. Eine davon sind Manti - unsere gefüllten Teigtaschen.
Manti, ist auch in der Türkei sehr beliebt und da die türkische Küche bekannter ist, als die Usbekische, werden Sie vermutlich eher diese Variante kennen. Die türkischen Manti sind eher mit unseren "Chuchuvara" vergleichbar. Sowohl in der Größe und auch Zubereitungsart sind die usbekischen Manti ganz anders.
Dementsprechend war ich sehr erstaunt, als ich zum ersten Mal bei türkischen Freunden zum Manti-Essen eingeladen war. Ich hatte unsere großen prall gefüllten Manti vor Augen und hatte extra nichts gegessen, damit genug Platz ist ;-)
Umso überraschter war ich, als die Freundin in einem kleineren Suppenteller Miniatur-Manti serviert hatte. Viel Teig - eine halbe Fingerkuppe Hackfleisch als Füllung und viel Yoghurt drüber… Sie hatte extra die besonders kleinen "Kayseri-Manti" zubereitet und war sichtlich stolz auf das Ergebnis.
Das war zwar lecker, aber doch im Vergleich zu unseren Manti ein sehr alltägliches Gericht. Für mich war eindeutig zu wenig Inhalt in den Manti, zudem waren diese im Wasser gekocht, anstatt wie bei uns im Dampf zu garen.
Es ist schon interessant zu sehen, wie sich bei den Türken, die ja kulturell mit den Usbeken verwandt sind, die gleichen Gerichte sich völlig unterschiedlich entwickelt haben. Das soll natürlich die türkische Küche nicht schlecht machen. Ganz im Gegenteil. Ich habe die Vielfalt der Gerichte in der türkischen Küche sehr zu schätzen gelernt.
Aber wenn's um Manti geht ist die usbekische Variante eindeutig mein Favorit. Bei der usbekischen Manti ist der Teig sehr dünn und dient eigentlich wirklich nur als dünner Mantel für eine satte Füllung. Eine Manti sollte schon die Innenfläche einer Hand bedecken. Ein wenig erinnert unsere Manti eher den asiatischen Dimsun.
Bei der klassischen Manti wird bei der Füllung niemals Hackfleisch genommen. Stattdessen wird in kleine Stücke geschnittenes Fleisch genommen. So verarbeitetes Fleisch und reichlich Zwiebeln halten die Manti saftig. Natürlich gibt es Manti in den unterschiedlichsten Füllungen und lokalen Varianten.
Aber heute möchte ich Ihnen eine bekannte klassische Manti-Variante näher bringen. Es ist die "Qovoq Manti" - also vegetarisch mit Kürbis.
Ein bisschen mühsam ist diese Manti schon, aber dafür bekommen Sie am Ende eine köstlich duftende und schmeckende Manti.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):QOVOQ MANTI-KÜRBIS MANTI

Donnerstag, 20. Juni 2013

Kartoshka Somsa (Somsa mit Kartoffeln)



Als ich in Uni studierte, war ich wie vermutlich jeder Student in der Welt, öfters knapp an der Kasse. In der Mittagszeit machte sich immer der Hunger bemerkbar und man wollte immer was essen ;-) Eine preisgünstige Alternative waren für mich immer die Kartoshka Somsa, die man damals schon für 1000 Sum (ca. 30 Cent) für 3-4 Stück, beim Straßenhändler kaufen konnte.
Zur Mittagszeit kam immer eine alte Hola (Tante) mit einer großen Tog'ora (in eine Tischdecke umwickelte große Schussel) in die Nähe des Instituts. Da gab's immer 3 unterschiedliche, heisse Somsa. Eine "teure" Variante mit Fleisch, eine andere mit Kürbis oder kohl, und auch jene mit Kartoffeln. Ich mochte alle dieses Somsa, aber kaufte meist die günstigste, mit der leckere Kartoffelfüllung. Jedenfalls kommt mir, wenn ich über diese Somsa schreibe, immer die Errinnerung an den leckeren Duft von Kümmel, Koriander, den Kräutern und dem knusprigen Teig hoch. Als Reminiszenz an die "guten alten" Studendentage habe ich mal beschlossen Ihnen mal diese Kartoshka Somsa vorzustellen. Übrigens sind diese auch eine gute Alternative für Vegetarier.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Kartoshka Somsa

Herzhafter Salat mit Yoghurt



Dieser herzhafte leckere Salat ist einfach ideal, wenn man was leichtes aber knackiges essen möchte.
Besonders an heissen Sommertagen hat man oft das Verlangen etwas frisches leichtes und salziges zu essen. Da ist dieser einfach zu machende Salat einfach optimal.
Verfeinert wird dieser ganz einfach mit Zitronensaft und Essig oder Naturyoghurt. Eigentlich sind weitaus mehr Gemüsesorten für diesen Salat geeignet. Probieren Sie einfach mal neue Komponenten und Geschmacksrichtungen durch neue Kombinationen aus.
Ein weiterer Vorteil dieses Salats ist, dass er trotz geringer Kalorien richtig satt macht. Man kann den Salat auch ohne begleitende Gerichte essen.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Herzhafter Salat mit Yoghurt

Donnerstag, 13. Juni 2013

O'rama



O'rama (Urama) heisst auf usbekisch "gedreht oder gewickelt" und ist eine in Öl gebratene Teigspezialität.
Den Teig kann man dabei in verschiedene Formen bringen und braten. Sehr bekannt ist die Blumenform. Dabei wird der in Streifen geschnittene Teig so geschickt verdreht, dass beim braten ein blumenartiges Gebilde entsteht. Danach wird es mit Puderzucker bestreut und in einem großen Teller serviert.
O'rama ist in ganz Usbekistan weit verbreitet und wird überwiegend zu Hochzeiten und Feierlichkeiten zubereitet, obwohl eigentlich die Herstellung sehr einfach ist.
So haben wir uns als Kinder immer auf die Feste und Feiern gefreut. Dann gab es immer riesige Teller von den O'rama auf dem Tisch. Ich mochte diese als Kind sehr.
Praktisch an den O'rama ist, dass sie länger haltbar sind. Man kann sie schon vor der Feier vorbereiten und diese als leckere Beigabe auf den Tisch stellen. Eine echte Bereicherung für jeden reich gedeckten Tisch.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): O'rama

Anor-Turp salati (Rettich und Granatapfel Salat)


Dieser Salat ähnelt sehr unserem "Anor-Piyaz" Salat und wird aus Rettich und Granatäpfeln gemacht. Üblicherweise nimmt man dafür den "Grünen Rettich". Dieser ist im Vergleich zum Weißen schärfer im Geschmack. Ich denke, dass der mildere weisse Rettich eher für den europäischen Geschmack geeignet sind.
Dieser einfache Salat passt sehr gut als Beilage zu Fleischgerichten wie z.B. Schaschlik, Braten.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Anor-Turp salati (Rettich und Granatapfel Salat)

Montag, 10. Juni 2013

Qurit (Joghurtbällchen )



Quert (Qurit, Qurut, Kurut, Qurtob) heisst vom Usbekischen übersetzt "getrocknet". Das beschreibt ganz gut die getrockneten Yoghurtbällchen, die aus Kuhmilch-Suzma gemacht werden.
Diese einfach Yoghurtbällchen sind in ganz Zentralasien bei jung und alt äußerst beliebt. Immer wenn ich in Usbekistan bin, führt mich gleich am nächsten Morgen mein Weg in den bunten Chorsu-Basar, dem größten Markt in Tashkent. Dort decke ich mich gleich mit kiloweise Kurtob für die nächsten Tage ein. Sie müssen sich die Popularität dieses Snacks ungefähr so wie die Chips hier in Deutschland vorstellen. Ich versuche immer bei Leuten, die aus einer Usbekistan-Reise kommen Kurut zu bestellen.
Es gibt Kurut in vielen Varianten. Mal mit mehr oder wenig Salz, mit Kräutern oder auch mit Paprikapulver, in der Konsistenz weich, härter oder auch steinhart. Jeder findet seine Lieblings-Kurut auf dem Basar.
In den Bergregionen wird Kurut auch aus Ziegenmilch hergestellt. Das schmeckt sehr schön nach Ziegenkäse.
Allerdings habe ich festgestellt, dass unsere Kurut bei vielen Touristen nicht so gut ankommt, wie bei den Usbeken. Vielleicht liegt es an dem etwas ungewöhnlichen, säuerlichen Geschmack, an der etwas rustikalen Aufbewahrung in kleinen Säckchen oder Tüten oder an dem Zweifel an der Hygiene bei der Herstellung und Aufbewahrung? Ich kann verstehen, dass Kurut für Europäer ungewohnt schmeckt, aber eigentlich Schade…
Denn Kurut ist unbedingt Wert probiert zu werden. Es ist ein prima Snack für unterwegs und passt durch die säuerliche Note hervorragend zum Bier. Zudem ist es wohltuend für den Magen. Fein gemahlen bildet es eine leckere Grundlage für Yoghurt Suppen.
Für diejenigen die diesen Snack mal probieren möchten, empfehle ich Kurut mal selber zu machen. Dann können Sie ganz nach Ihren Vorlieben die Geschmacksrichtung bestimmen. Die Herstellung dieses Snack ist eigentlich sehr einfach. Die einzige Schwierigkeit ist dabei die höhere Luftfeuchtigkeit in Deutschland. Dadurch trocknen die Kurut erheblich langsamer als in Usbekistan. Man muss da etwas Geduld haben.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): QURTOB (Joghurtbällchen)

Samstag, 8. Juni 2013

Piyozli Qatlama


Neben der beliebten Version als Süßspeise gibt es noch die herzhafte Variante des Qatlama mit viel Zwiebeln und Butter. Qatlama gehört auch zu den Klassikern der usbekischen Küche, besonders beliebt in der kalten Jahreszeit. Wie Sie vielleicht wissen, können die Winter in Zentralasie mit Temperaturen bis zu -20° relativ kalt werden. Früher waren ja auch die Häuser nicht so gut beheizt und da war etwas herzhaftes und Kräftigendes zum Essen genau richtig. Zudem braucht man für diese Mahlzeit nur ganz wenige Zutaten, also ideal wenn man nur wenig zu Hause hat.
In Usbekistan wird dieses Gericht gewöhnlich mit rohen Zwiebeln zubereitet. Ich selber brate aber die Zwiebeln etwas an um durch die Karamelisierung noch mehr Aroma zu bekommen. Zudem sind meiner Erfahrung nach, die Leute in Deutschland etwas "empfindlicher" gegenüber dem Zwiebelgeruch. Gebraten schmecken diese etwas feiner und ausgewogener.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): PIYOZLI QATLAMA

Donnerstag, 6. Juni 2013

Ko'k Chuchvara ( Maultaschen mit Spinat )



Maultaschen sind vermutlich einer der beliebtesten Speisen weltweit, jedenfalls trifft man sie in fast allen Kulturen an. Auch in Usbekistan und Zentralasien sind diese Teigtaschen besonderer beliebt, insbesondere natürlich mit Fleischfüllung. In Deutschland dagegen habe ich den Eindruck dass eher die vegetarischen Varianten beliebter sind.
Die "grünen" Varianten werden bei uns eher im Frühling gegessen. Das hat meist einen relativ pragmatischen Hintergrund. Noch immer - oder zum Glück - sind Tiefkühlgemüse und gefrorene Kräuter bei uns nicht sehr geläufig. Daher werden diese meist frisch im Basar gekauft oder im eigenen Garten kultiviert. Im Frühling oder Frühsommer findet man halt reichlich davon.
An unserem früheren Wohnort, ein wenig ausserhalb von Tashkent, gab es ein kleines Waldstück. Das Institut, wo mein Vater als Geologe arbeitete lag inmitten dieses grünen Fleckchens. Als Kind fand ich es immer toll, wenn ich ab und zu meinen Papa zur Arbeit begleiten durfte. Er hat mir unterwegs gezeigt die wild wachsenden und essbaren Kräuter wie Löwenzahn, wilden Fenchel, Zitronenmelisse, Bärlauch und Brennnessel findet. Ich habe diese Kräuter dann vorsichtig gepflückt und wusste gleich, dass es heute bei uns Kräuter-Somsa und mit Kräutern gefüllte Maultaschen geben wird.
Heute möchte ich Ihnen zeigen wie man ganz einfache Maultaschen mit Spinat vorbereitet. Ich denke diese werden Ihnen genauso gut schmecken wie die Somsa aus den wilden Kräutern.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Ko'k Chuchvara ( Maultaschen mit Spinat )

Shovla - ist doch kein Risotto.



Dieses Reisgericht mit Fleisch und Möhren ist eines unserer traditionellen, alten Gerichte.
Bei Shovla scheiden sich bei uns ein wenig die Geister. Einige Usbeken sind der Meinung, dass Shovla eigentlich nur ein misslungener Plov ist. Wenn jemand den Plov nicht gut hinbekommt und es etwas klebrig und weich und etwas unansehnlich aussieht, wird man von denen gleich zu hören bekommen dass der Plov "ein wenig wie Shovla" geworden ist. Um den Koch wieder zu ermuntern wird man vielleicht noch als Trost hören: "ist doch ok, Shovla schmeckt ja auch nicht schlecht… und nächstes Mal gelingt es Dir bestimmt…" ;-)
Einige Ausgeschlafene drehen natürlich gerne auch mal den Spieß um und behaupten bei einem wirklich missglückten Plov, dass sie ja zur Abwechslung mal eine Shovla gemacht hätten…
Um dieses Gericht für Fremde und Usbekistan-Reisende verständlich zu machen, wird Shovla gerne auch als eine Art usbekisches Risotto vorgestellt. Ich finde es aber nicht in Ordnung wenn man alten Rezepten plötzlich ein neues Etikett kleben möchte. Jedes traditionelle Gericht hat seinen eigenen Namen verdient und dieser sollte auch so gepflegt werden.
Ich finde dass diese leicht verächtliche Sichtweise auf das Shovla, dem Gericht nicht gerecht wird. Denn eigentlich ist Shovla ein durch und durch leckerer Volkseintopf. Ich verbinde damit immer Wärme, Liebe und Gemütlichkeit… leckere Hausmannskost halt.
Klar liegt auch ein wenig Wahrheit drin, wenn man einen Plov von dem Aufwand und Ergebnis her ein wenig höher ansieht als eine einfach zu machende Shovla. Dieser kann, wenn es lieblos gemacht wurde auch recht unansehnlich aussehen. Aber wenn man sich ein wenig Mühe gibt, doch ein sehr gelungenes und populäres Gericht werden, wie das italienische Risotto .
Probieren Sie mal mein Rezept. Man braucht relativ wenig Produkte um eine schmackhafte Shovla herzustellen. Dieser schmeckt im Sommer wie auch im Winter gut. Sie können die Shovla auch mit Ihren eigenen Ideen weiterentwickeln.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): SHOVLA

Go'ja (Guja) - Sommersuppe aus Yoghurt und Weizen



Diese mit Kräutern verfeinerte Sommersuppe aus Yoghurt und Weizen werden Sie häufig bei Straßenverkäufern antreffen. Ein willkommener Grund für einen Stopp wenn man mit dem Auto unterwegs ist.
Ich hatte ja schon des öfteren von unserem Sommer berichtet. Diesen kann man nicht mit dem mitteleuropäischen Sommer vergleichen. Drei Monate lang wird es kaum regnen, es ist durch und durch heiss. Temperaturen um die 44 Grad sind keine Seltenheit. Zwar wird man dieses nie in den offiziellen Kanälen hören, aber glauben Sie mir es ist so heiss. Aber ich liebe diese warme Jahreszeit.
In dieser Jahreszeit haben die meisten Usbeken immer ein kühleres Refugium um diesen Temperaturen zu entfliehen. Dieses kann in den Bergen liegen oder wenn man im Flachland wohnt, an einem Fluss oder irgendeinem anderen windigen, schattigen Plätzchen.
Dementsprechend ist meist an den Wochenenden viel Aktivität angesagt um an diese Lieblingsorte zu gelangen. In jeder Region stechen meist bestimmte beliebte Orte hervor. In der Tashkent-Region sind es z.B. die Berge rund um den Stausee bei Charvok. Das ist dort schon zu einem wahren Kult geworden. Man mietet sich für mehrere Tage ein Haus, genießt die frische Luft, isst und… trinkt. Man entflieht für einige Tage dem Stress und Arbeit von dem hektischeren Tashkent.
In der Samarkand Region gibt es bei Urgut einen wunderbaren Platanengarten mit einer eiskalten Quelle und jahrhundertealten Platanen, "Chor Chinor" (die 4 Platanen) genannt. Erholungsuchende mit tieferliegenden Gesundheitsproblemen lieben den Kurort Zomin in der Region Jizzakh. Dieser Ort ist in ganz Usbekistan bekannt für seine angenehme Bergluft und mit Wacholderbäumen bewaldeten Hängen. Es heisst immer, das 2-3 Wochen Zomin einen wieder fit macht.
Ein fließendes Wasser, Bäume und frisches Grün und schon denkt der Usbeke an einen Picknick in schöner Landschaft… und ist unterwegs…
Auf dem Weg in die Berge oder auch anderen Zielen, werden Sie unterwegs immer die vielen kleinen Straßenverkäufer entlang der Autobahnen antreffen. an diesen kleinen Ständen oder Imbissen verkaufen diese meist Wasser, Früchte, Reisebedarf und alles andere notwendige was man halt für ein gelungenen usbekischen Picknick braucht.
Ein Schild mit der Aufschrift: "GO'JA BOR" , "Salqin Go'ja" werden Sie besonders häufig sehen. Übersetzt heisst es es gibt "Go’ja" und "kalte Go’ja". Sobald man so ein handgeschriebenes improvisiertes Schild sieht wird spontan angehalten. Denn bei vielen gilt es als ein unbedingtes Muss unterwegs eine Go’ja zu essen und sich so für die Fahrt zu stärken. Man kann bei einem kleinen Stopp die Go’ja gleich in kleinen Schälchen essen oder aber mitnehmen, um diese später zu essen. Da die Usbeken praktisch veranlagt sind, wird die Go’ja "to-go" Variante in 1,5 Liter Cola-Flaschen verkauft. Sieht nicht so elegant aus, ist aber praktisch und es läuft garantiert nichts aus unterwegs. ;-)
Go'ja ist definitiv unsere leichte mit Kräutern verfeinerte Sommersuppe aus Yoghurt und meistens Weizen gemacht wird.
Die klassische Go'ja ist ganz einfach und wird mit Yoghurt und Weizen zubereitet. Aber es gibt auch hier viele regionale Varianten, aus Weizen, Graupen, Reis, Weizen oder sogar Mais. Man kann auch statt Yoghurt Suzma nehmen. Die Suppe geniesst man kalt und das ist bei + 40°genau das richtige Nahrungsmittel.
Heute will ich mit ihnen eine der vielen Varianten von Go'ja teilen. Nach solche einer Suppe werden sie sich topfit und leistungsfähig fühlen. Ich habe mich für eine Go'ja Variante aus Weizen und Graupen entschieden.  
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Go'ja (Guja)

Vitamin - Schock Salat




Dieser Salat hat eigentlich keinen bestimmten Namen und da mir auch kein besonderer Name eingefallen ist, habe ich ihn einfach nach seiner herausstechendsten Eigenschaft benannt - vitaminreich zu sein.
Bei uns wird dieser Salat sehr oft im Sommer und im Herbst zubereitet. Dieser Salat ist auch ideal wenn man an Appetitlosigkeit leidet. Es ist eine wahre Vitaminquelle und hält einen lange satt, ohne zu belasten. Sie können es mit Öl-Essig zubereiten aber auch mit Yoghurt-Dressing. Ein wenig Sonnenblumenkerne bringen noch mehr Geschmack und Raffinesse.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):Vitamin - Schock Salat

Dienstag, 28. Mai 2013

Tomaten Ruccola Salat




Dieser Salat ist zwar kein usbekischer Salat, aber frische Tomaten und Ruccola harmonieren sehr gut mit den usbekischen Speisen wie Kazan Kebab, Palov, Schaschlik und anderen köstlichen Gerichten.
Die Zubereitung ist denkbar einfach. In 10 Minuten ist der Salat fertig und man kann ihn frisch genießen. Eine gute Abwechslung für Sommertage.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Tomaten Ruccola Salat

Montag, 27. Mai 2013

Wie macht man Qazi (Kazy) ?



Sie kennen mit Sicherheit den Spruch "Wer suchet der findet". Da steckt schon eine Menge Wahrheit drin… Im Ausland vermisst man des öfteren die heimischen kulinarischen Delikatessen. Man versucht immer bei einen Bekannten, der zufällig in die Heimat fliegt ein Paar dieser Produkten, wie getrocknete Früchte, Yoghurtbällchen oder auch das Qazi zu bestellen. Qazi ist eine zentralasiatische Variante von Pferdewurst. Leider ist die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten aus "gesundheitlichen Gründen" ja strengstens untersagt. Ein paar Leute versuchen immer trotzdem etwas mitzubringen. Also was tun? Na einfach nach alternativen Produkten suchen und mit ein wenig Fantasie die Produkte selber machen.
Auf der Suche nach Ersatzprodukten ist es ja sehr vorteilhaft in Berlin zu wohnen. Man kann finden was das Herz begehrt, oder sehr einfach bestellen. Auch Exotisches und Seltenes kann man finden.
Für Leute aus Zentralasien, ist Qazi einer der unverzichtbaren Delikatessen. Also habe ich beschlossen meine Qazi selber herzustellen. Als erstes musste Pferdefleisch her. Ich habe gleich auf Anhieb einige Pferdemetzgereien gefunden und mir Pferdefleisch bestellt.
Übrigens können Sie auf der Seite http://www.pferd-und-fleisch.de erfahren, wo man Pferdefleisch kaufen kann. Ich verstehe nicht, wieso in Deutschland der Konsum von Pferdefleisch als so verwerflich angesehen wird. Aus medizinischer Sicht ist der Genuss von Pferdefleisch sogar empfehlenswert. Es hat einen geringeren Fettanteil, ist cholesterinarm, hat viele Vitamine, ist reich an Aminosäuren, Eisen und ungesättigten Fettsäuren. Daher ist es vorteilhaft um Herz- Kreislauferkrankungen zu vermeiden. Daher sollten Sie diese gesunde Fleisch-Alternative unbedingt mal probieren.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Wie macht man Qazi (Kazy) ?

Yog'li kulcha




Den Duft von frisch gebackenem Brot… hmm… wer liebt das nicht. In Usbekistan haben daher die meisten traditionell gebauten Häuser mit einem Innenhof unbedingt einen Tandir. Das ist ein spezieller runder Backofen aus Ton, der sich nach oben in einer Halbkugel schließt. Eine halb-seitliche Öffnung im oberen Bereich gibt den Zugang zum Inneren des Ofens.
In der Regel wird der Tandir mit Holzkohle beheizt. Das Brennmaterial muss aber schon 1-2 Stunden vor dem Backen vorgeheizt werden, bis es genügend Hitze hat und bereit zum Backen ist. Der Tandir-Ofen ist gut geeignet für Non-Brote, Somsa und einen Tandir-Kebab
In Tandir gebackenes Fladenbrot kann man vom Geschmack nicht mit zu Hause gebackenem Brot vergleichen.
Früher wurde zu Hause mindestens einmal in der Woche Brot gebacken. Heutzutage ist vielen der Zeitaufwand einfach zu groß. Viele Öfen sind zudem Modernisierungsmaßnahmen zum Opfer gefallen. Die Wohnungen in den Städten bieten ohnehin nicht so eine Möglichkeit.
Wenn man aber durch Usbekistan reist findet man in den ländlicheren Regionen, in den nach traditionellem Muster gebauten Häusern noch diese Öfen. Dort wird diese Tradition weitergeführt. Meist leben dort mehrere Generationen unter einem Dach und die Oma's und Mütter sind wahre Meister im Brot backen.
Ich freue mich immer wenn ich solche Familien und Häuser besuche. Es ist Schade, dass schöne Traditionen nicht gebührend gepflegt und seltener weiter geführt werden.
Meine Familie kommt ursprünglich aus Osh, das heute in Kirgisien liegt. Meine Eltern sind aber schon sehr früh nach Tashkent gezogen. Als meine Oma noch lebte, haben wir Sie öfters mit der ganzen Familie besucht. Das war immer eine ziemlich lange Autofahrt. Oma war eine ganz kleine und zierliche alte Frau. Als wir ankamen, hat sie gleich angefangen Brot zuzubereiten. Ich war erstaunt, wie sie mit ihren kleinen Händchen so unglaublich geschickt diese große Masse an Teig stundenlang geknetet hat, und das, obwohl sie damals schon fast 80 war. Der Teig musste dann einen Tag lang ruhen. Am nächsten Morgen hat dann dieser wohlige Duft vom frisch gebackenem Brot "Yopgan Non" uns geweckt. Wir hatten zum Frühstück dieses knusprige und schmackhafte Brot mit Kaymak (eine Art Mascarpone) genossen. Wenn man ja einmal anfangen hat, so ein frisch gebackenes Brot zu essen, können Sie ja gar nicht mehr aufhören, bis das ganze Brot aufgegessen ist.
Ein solches Brot ist auch der "Yogli Kulcha". Es wird mit Milch und Butterschmalz vorbereitet.

Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Yogli-Kulcha

Mittwoch, 22. Mai 2013

Sabzavotli Dimlama (Vegetarischer Dimlama)



Dimlama bedeutet übersetzt lange gegartes, geschmortes Gemüse mit Fleisch.
Das klassische Dimlama wird als Schmorgericht mit Fleisch (egal ob Lamm, Rind oder Huhn) und viel Gemüse, wie Kartoffeln, Möhren, Rettich, Kohl, Tomaten und Zwiebeln vorbereitet.
Alle Zutaten werden Schicht für Schicht übereinander gelegt und der gut verschlossene Topf ca. 1 Stunde lang auf kleiner Flamme gekocht. Viele usbekische Gerichte sehen bei uns auf dem ersten Blick sehr kompliziert und in der Vorbereitung schwierig aus, was aber eigentlich nicht stimmt. Eine dieser Gerichte ist das Dimlama. Die Zubereitungszeit ist durch das lange kochen länger, aber eigentlich tut es das ja von selbst. Man muss eigentlich ausser dem geschickten Schichten nicht viel machen.
Dimlama ist ein tolles leichtes Gericht, was sich auch prima saisonal verändern lässt. Sie können praktisch jedes Gemüse, was Sie persönlich bevorzugen nehmen. Von allem lässt sich eine leckere Dimlama zubereiten. Es schmeckt mit, aber auch als fleischlose Variante hervorragend. Also ideal für alle die keine schweren Gerichte mögen oder auf Diät sind.
Im Gegensatz zu hier, ist bei uns die Verfügbarkeit von Gemüsearten immer noch stark saisonal schwankend, daher war es bei uns immer üblich auf das Gemüse zurückzugreifen, was zur Zeit angeboten wurde. Das machte viele Gerichte wandelbar.
Meine heutige Dimlama-Variante ist weit von einer klassischen Dimlama entfernt. Später werde ich Ihnen auch eine klassische Dimlama zeigen. Ich habe mich heute für eine vegetarische Version mit Quitten entschieden. Probieren Sie das mal aus, vielleicht finden Sie auch gefallen daran :-)
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Sabzavotli Dimlama

Dienstag, 21. Mai 2013

Mastava (Gemüse-Reis Suppe)



Wenn Sie mich nach typischer und meist gekochter usbekischer Hausmannskost fragen, werde ich bestimmt ohne zu überlegen "Mastava" nennen. Mastava ist unsere Gemüsesuppe mit Reis, meist mit Yoghurt serviert. Ähnlich dem Eintopf in Deutschland, ist Mastava eine relativ einfache Suppe in Usbekistan.
Mastava wird ausnahmslos zu jeder Jahreszeit gekocht und kommt im Winter wie auch Sommer gut an.
Wenn die Mütter nicht viel Zeit haben und schnell was für die Familie zubereiten müssen, fällt die Wahl schnell auf Mastava. Man braucht dafür wenig und kann alles nehmen, was man irgendwie als Reste im Kühlschrank hat. Ideal wenn man mal keine Zeit oder Lust zum einkaufen hatte.
Für eine Mastava reicht da schon die halbe Möhre, die halbe Kartoffel oder irgendwelche anderen Gemüsereste, die man in den Untiefen des Kühlschranks findet. Natürlich kann man auch eine fleischlose Variante zubereiten. Es passt immer, sogar wenn Sie nur noch ein paar Zwiebeln als Gemüse und ein wenig trocken Brot übrig haben. Was ich damit sagen will ist, das Sie Mastava variabel ist und Sie gut improvisieren können. Mit verfügbaren und saisonalen Zutaten lässt sich der Geschmack verfeinern und variieren.
Mastava ist für mich immer das Essen meiner Kindheit. Da wurde es sehr oft bei uns zu Hause gekocht. Bei uns fangen ja die Mädchen meist schon so mit 9-10 Jahren an in der Küche auszuhelfen. Das beginnt meist so mit Gemüse schälen und mit kleineren Küchenarbeiten an. Dabei schaut man der Mama über die Schulter und lernt meist so kochen (Die Töchter sollen ja schon in jungen vorbereitet sein auf ihre zukünftige Rolle - ob sie wollen oder nicht ;-)
Bei vielen Mädchen - so auch bei mir - fängt das Kochen mit einer Mastava an. Ich weiss noch wie stolz ich war, als ich der Familie mein erstes selbstgemachtes Mastava servieren durfte. Ich glaube ich habe dabei von Ohr zu Ohr gegrinst. Und als alle mit großem Appetit die Suppe aufgegessen habe und ich Lob von der Mama und den anderen Familienmitgliedern bekam, fühlte ich mich gleich wie ein Erwachsener. Ich muss immer schmunzeln wenn ich daran denke. Jetzt steht meinen kleinen Nichten das gleiche bevor.
Es gibt bei uns praktisch keinen, der Mastava nicht kennt oder nicht kochen kann. Es gibt natürlich wie bei allen Gerichten große regionale Unterschiede, was den Geschmack angeht. In Ferghana mag man es ein wenig pikanter mit kleinen Chili und statt Pflanzenöl nimmt man schon mal gerne Schwanzfett vom Lamm. In Namangan (auch im Ferghana-Tal) wird der Gastgeber Ihnen den Reis getrennt von der Mastava servieren. Den Reis geben Sie dann selbst dazu. Immer wird dabei eine Piyale selbstgemachter Yoghurt serviert.
In der Khorazm-Region wird dagegen eine viel leichtere Varianter zubereitet. Wundern Sie sich auch nicht, wenn Sie bei einer usbekischen Familie schon zum Frühstück Mastava serviert bekommen. Denn in vielen Regionen gehört Mastava einfach zu einem Frühstück dazu. Also universeller kann eine Suppe kaum sein.
Ich schlage Ihnen vor, dass Sie es einfach mal selbst probieren und sehen:-)
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Mastava (Gemüse-Reis Suppe)

Honigstangen mit Sonnenblumenkernen


Wenn Sie durch Usbekistan reisen und ein wenig das Alltagsleben beobachten, werden Ihnen an vielen Ecken, Basaren, an irgendwelchen Gebäuden oder an Haltestellen die zahlreichen Straßenverkäufer auffallen. Diese sitzen meist auf winzigen Stühlen und verkaufen Zigaretten, getrocknete Yoghurtbällchen, Bonbons, geröstete Sonnenblumenkerne, Zuckerstangen, Kaugummis oder aber auch die Honigstangen mit Sesam- oder Sonnenblumenkernen.
Als wir noch Kinder waren gab es nicht so eine große Auswahl an Süßigkeiten wie man sie heute vorfindet. Für uns waren damals diese Honig-Zuckerstangen das absolute Highlight. Für 5 Kopeken gab es die Zuckerstangen und wenn man etwas mehr - also 10-20 Kopeken - zahlen konnte, gab's die Variante aus Honig mit wahlweise Sesam- oder Sonnenblumenkernen. Um die Kinderherzen zu begeistern hatten die extrem süßen Zuckerstangen die Form eines Hahnes oder anderer Tiere. Hmmm… haben wir diese geliebt… Die hatten für uns den gleichen Stellenwert wie heute Bounty, Snickers oder Mars…
In den Schulpausen rannten wir Kinder schnell nach draußen und suchten die um die Ecke sitzenden Straßenverkäufer die schon mit einer vollen Süßigkeitenauslage warteten. Wir Kinder waren verrückt danach. Wenn ich zum Einkaufen zum Basar geschickt wurde, bettelte ich bei meinen Eltern um ein wenig Kleingeld, damit ich eine dieser Honigstangen kaufen konnte.
Obwohl es heutzutage eine Riesenauswahl an exotischen Süßigkeiten gibt, die man überall und zu jeder Tageszeit an den übervollen Kiosken kaufen kann, wird man doch immer noch an vielen Ecken eben diese Verkäufer finden, die uns diese altbekannte und süße Honig-Zuckerstangen mit Sesam- oder Sonnenblumenkernen verkaufen :-)
Ich denke, dass ich heute irgendwie meinen nostalgisch gestimmten Tag habe. Wenn man wie ich länger im Ausland lebt, wird man glaube ich ein wenig emotionell und erinnert sich an vielleicht unwichtige aber schöne Dinge von Damals.
Was lag da näher als dem Geschmack der Kindheit nachzugehen und diese Süßigkeiten selber zu machen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es von der Optik nicht ganz genauso hingekriegt habe, aber geschmacklich habe ich die Honigstangen doch schon gut getroffen. So kaue ich jetzt genüsslich an diese Stangen während ich das schreibe.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Honigstangen mit Sonnenblumenkernen

Sonntag, 12. Mai 2013

Chalop (kalte usbekische Yoghurtsuppe)



Usbekistan Reisende sind oftmals erstaunt über die unglaubliche Hitze, die es manchmal an den heissen Sommertagen gibt. Obwohl das Wetter durch die trockene Hitze zur Überraschung vieler Touristen, eigentlich ganz gut verträglich ist, leiden doch einige unter diese Temperaturen.
Oftmals hat man dann keinen Appetit, man ist wählerisch und vieles mag man einfach nicht essen. Umso besser wenn es eine gute Alternative für diese Sommertage gibt, nämlich Chalop - unsere leichte Yoghurt-Suppe. Mit frischen Kräutern zubereitet ist es nicht nur für Vegetarier eine gute Wahl. Man kann von dieser Suppe auch einen größeren Topf zubereiten und 2-3 Tage lang genießen.
Die Zubereitung ist denkbar einfach und Sie brauchen wirklich nur 20 min. für diese leckre Suppe. Statt Yoghurt oder Suzma, können Sie auch Buttermilch nehmen.
In Usbekistan wird allerdings Chalop nicht als eigenständiges und vollwertiges Essen angehehen, sondern eher als Vorspeise zum Hauptessen.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  Chalop (Kalte Yoghurt Suppe)

Freitag, 10. Mai 2013

Ho’rda - die Suppe für alle Fälle!



Hast du einen Kater? Dann ist Ho'rda genau das richtige für Dich :-)) So hieß es früher immer an meinem Arbeitsplatz. Unser Chef kam nach einer langen durchzechten Nacht mit einem starken Kater zu Arbeit. Sofort hat seine Sekretärin eine Ho’rda bestellt. Die heisse Suppe hat er dann mit Yoghurt verschlungen und … er war wieder auf wundersame Art sofort wieder fit.
Ho’rda ist unsere leichte, Suppe mit gekochtem Gemüse und Reis. Sie wird üblicherweise immer mit einem "Blub" Yoghurt serviert.
Es gibt viele solche Beispiele, die einige trinkfreudige bei uns zu genüge erzählen können. Immer hat diese Jungs, nach so einem ausgiebigen Trinkabend unsere gute alte Ho'rda Suppe gerettet und am nächsten Morgen wieder denkfähig gemacht.
Das ist natürlich nur eine Facette dieser Suppe. Wenn man krank ist wird bei uns gerne Ho’rda serviert. Es wärmt von innen, unterstützt das Schwitzen und Sie werden sich besser fühlen. Ho'rda ist eine ehrliche und wirklich einfach zuzubereitende Suppe.
Aber auch für warme Sommertage ist diese Suppe gut geeignet finde ich. Für mein Rezept habe ich die Suppe für mehr Geschmack mit etwas Fleisch und weiteren, bei uns eher seltener verwendeten Gemüsesorten wie Sellerie und Zuchini verfeinert. Eine Vegetarische Variante schmeckt natürlich ebenso gut.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Ho’rda - die Suppe für alle Fälle!

Mittwoch, 8. Mai 2013

Halim ( Halisa)



Das ist eines der Gerichte die man entweder liebt oder überhaupt nicht mag. Wahrscheinlich liegt das an der ehrlich gesagt nicht sehr eleganten Optik. Aber es ist ein ehrliches und traditionelles Gericht aus Lammfleisch und Weizen.
Die Zubereitung von Halim (Halisa) ist so ziemlich zeitaufwendig, daher wird dieses Gericht meist nur zum Nevruzfest gekocht. Diejenigen die Halim mögen, essen es natürlich öfters :-)
Im Nevruzfest wird früh am Morgen ein Lamm geschlachtet und das Fleisch mitsamt Knochen lange gekocht. Wenn sich das Fleisch von den Knochen langsam trennt werden die Knochen herausgenommen. Dann kommt eine Unmenge von Weizen in den riesigen Kazan (Kessel) hinzu. In so einen großen Kazan passen an die 100kg Material. Das ganze wird dann fast den ganzen Tag lang gekocht, bis das Lammfleisch butterweich wird und zusammen mit dem Weizen eine Pürreeartige Konsistenz annimmt.
Mein Mann sagt immer, man sollte dieses Gericht "Kosmonauten-Essen" nennen, weil schon ein kleine Portion den ganzen Tag über satt macht, derart nahrhaft ist es ;-)
Es gibt natürlich auch eine etwas leichtere und vereinfachte Variante dieses Gerichts, bei dem nicht so lange gekocht werden muss - also eher kompatibel für unsere urbane Lebensweise. Sie müssen dazu lediglich den Weizen und das Fleisch getrennt kochen. Wenn der Weizen weich wird einfach durch den Fleischwolf ziehen und zerkleinern. Dann diese Masse zum gekochten Fleisch zugeben und weiter langsam köcheln lassen. Dieser Varianten erspart Ihnen ca. 5-6 Stunden Zeit ;-)
Natürlich schmeckt die ursprüngliche Variante mit der langen Kochzeit etwas cremiger und für mein Empfinden etwas besser. Ich habe mich daher für die traditionelle Kochweise entschieden. Obwohl ich ein Schnellkochtopf verwendet habe, hat es in der Tat dennoch 7-8 Stunden gedauert. Nach diesem irrsinnig langen Kochen und Rühren, habe ich verstanden warum dieses Gericht nur zu Feierlichkeiten zubereitet wird.
Wenn Sie vielleicht mal Usbekistan besuchen und dieses Gericht probieren möchten, empfehle ich in Tashkent das Café "Milliy Taomlar" (Orientierung: Gafur Gulyam str. 1, shayhontohur Bezirk, gegenüber dem Zirkus). Die kochen jeden Tag Halim. Man muss nur am Vormittag das Café besuchen, weil ansonsten bereits um 13.00 Uhr dieses Gericht ausverkauft ist. Dieses Café ist aber auch für die anderen traditionellen usbekischen Gerichte einen Besuch wert.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Halim (halisa)

Dienstag, 7. Mai 2013

Wie schält man einen Granatapfel?




Seit längerem habe ich gemerkt, dass man oft nicht genau weiss, wie man einige fremde Obst- und Gemüsesorten richtig schneiden oder schälen soll.
Wenn's falsch gemacht wird, bringt man im Endeffekt das Obst in einen so miserablen Zustand, indem man es gar nicht mehr essen möchte.
Eine dieser Obstsorten ist der Granatapfel. Ich wundere mich über die zum Teil kuriosen Methoden die hier kursieren, die beschreiben wie man einen Granatapfel zerkleinert. Schneiden, klopfen usw… und das auch von Köchen empfohlen.
In Usbekistan, einem Land in dem Granatapfel wachsen und seit Jahrhunderten gegessen werden, würde niemand auf die Idee kommen einen Granatapfel derart zu behandeln. Durchschneiden ist tabu, weil man sich dann garantiert bekleckert - und glauben Sie mir Granatapfelflecken sind hartnäckig!
Ich will Ihnen in diesem Artikel mal unsere usbekische Technik zeigen, wie wir die Granatapfel öffnen.
Erst schneiden Sie einen Deckel ab (aber Vorsicht nicht sehr tief schneiden, sondern knapp unter der Schale). Danach heben Sie den Deckel ab und ritzen entlang der Seiten in gleichmäßigem Abstand die Schale etwas tiefer ein. Am besten in fünf gleich große Teile. Aber nicht bis ins Fleisch einschneiden und nach Möglichkeit die tieferen Stellen dafür nutzen.
Jetzt vorsichtig mit den Fingern die Granatapfel von der Deckelseite her öffnen und dann mit der Hand die Granatperlen herauslösen. Das geht ganz leicht und keines geht verloren. Zudem vermeiden Sie somit Flecken. 
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Wie schält man einen Granatapfel?

Piyozli Anor Salati ( Granatapfel Zwiebelsalat)




Granatäpfel sind bei uns sehr beliebt. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Sorten. Von süß, süß-säuerlich bis sauer, was das Herz begehrt. Diese werden immer Anfang Herbst auf den usbekischen Märkten verkauft.
Ich habe beobachtet, dass jüngere Leute eher die Süßen, ältere hingegen die sauren mögen. Wenn ich in der richtigen Saison in Usbekistan bin, kaufe ich immer Massen von Granatäpfeln und verschlinge schon mal täglich ein Kilo :-) Ich vermisse sehr oft unsere leckeren sonnengereiften Früchte.
In Deutschland verbindet man Granatäpfel meist mit Süßspeisen. Bei uns ist man diese entweder pur für sich alleine, aber auch gerne mal in den Salat gemischt. Eher seltener mit Süßigkeiten. Aber außerordentlich beliebt in Salaten mit Zwiebeln oder Rettich. Diese passen wunderbar als Beilage zu Fleischgerichten und erweitern den Geschmack der Hauptgerichte wie Palov oder Schaschlik durch saure und süße Komponenten.
Ich zeige heute einen super einfachen Beilagensalat aus nur zwei Bestandteilen - nämlich Zwiebeln und Granatäpfel. Sie werden überrascht sein wie gut dieser Salat zu Fleischgerichten passt, insbesondere wenn Sie einen Grill-Abend machen. 
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):PIYOZLI ANOR SALATI

Mittwoch, 1. Mai 2013

QOVOQ SOMSA (KÜRBIS SAMSA)



Kürbis ist höchstwahrscheinlich das beliebteste Gemüse in Usbekistan. Es gibt eine Vielzahl von Gerichten die Kürbis enthalten, wie z.B. Kürbis-Manti, Kürbis-Dimlama, Kürbis-Plov, Kürbis-Hunon, Kürbis Somsa und so weiter…
Wir lieben einfach den Kürbis in jeglichen Variationen. Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit und einen Laden der in unserer Nähe lag. Da kamen im Herbst immer Traktorladungen voller Kürbisse an. Der Laden war dann bis unter der Decke voll mit Kürbissen. Damals kostete ein Riesenkürbis gerade mal so 30-40 Cent. Wir kauften immer auf Vorrat so 20-30 von den Großen und füllten damit unseren Keller auf. Den ganzen Herbst und Winter über waren wir mit Kürbis versorgt:-)
Es gab dann jede Woche ein oder zweimal Gerichte mit Kürbis auf unseren Tisch.
Meist waren es unsere Lieblings Somsa und Honim (im Dampf gegarte strudelartige Teigwaren). Ich werde noch in den kommenden Beiträgen viele Kürbisgerichte mit Ihnen teilen.
Bei uns ist es sehr beliebt den Kürbis in den Gerichten mit Butterschmalz oder kleingehacktem Schwanzfett vom Lamm zuzubereiten. Daher sollten Sie, wenn Sie Vegetarier sind oder so etwas nicht mögen, besser vorher nachfragen, ob z.B. in den Somsa Schwanzfett verwendet wurde. Damit ersparen Sie sich spätere Irritationen ;-) Obwohl sich ja mal probieren wert ist. Heisse Somsa mit kleinen Stückchen vom Schwanzfett schmeckt köstlich. Aber nur warm, denn kalt ist es nicht so bekömmlich.
Heute will ich Ihnen eine andere Art Somsa vorstellen. Diese passt hervorragend zum Herbst und die Wintersaison - die Kürbis Somsa. Übrigens ist diese nicht nur in Usbekistan, sondern auch in Zentralasien äußert beliebt.  Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): QOVOQ SOMSA

SHAKAROB





Dieser Salat ist wahrscheinlich neben dem Klassiker "Achik-Chuchuk" (Tomaten- Zwiebel Salat) der am meisten servierte Salat in der usbekischen Küche. Besonders als Beilage zu Hauptspeisen wie Plov und Schaschlik wird es gerne serviert.
Im Sommer wenn bei uns die Temperaturen jenseits der 40 Grad steigen ist so ein kühler und erfrischender Salat ein wahrer Retter. Gewöhnlich wird es nur mit Salz und Pfeffer zubereitet. Wie Sie aus dem Rezept ersehen können, habe ich aber eine Variante mit Öl und Zitrone ausgearbeitet. Früher kannten wir keinen Salatdressing. Daher wundern Sie sich nicht, wenn Sie in einem traditionellen usbekischen Restaurant oder Café einen Salat ohne jegliches Dressing oder höchstens mit ein wenig Traubenessig bekommen.
Dieser Salat schmeckt mir aber mit oder ohne Dressing ganz gut. Probieren Sie einfach beide Varianten. Ich hoffe Sie mögen diesen einfachen aber leckeren Salat.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):  SHAKAROB




LOCHIRA



Dieses Brot Lochira wird meist bei Feierlichkeiten und zu besonderen Anlässen gebacken. Das dünne flache Brot wird hübsch geformt - meistens in einer Tellerform - und ist sehr knusprig und köstlich. Ein Lochira-Brot ist sehr lange Zeit haltbar und ich schätze mal deshalb auch sehr beliebt. Das Brot erinnert vom Geschmack her, eher an Grissini. Nur wird es bei uns ohne Hefe, aber dafür mit Milch und Butter zubereitet.
Auch auf dem Tisch macht dieses dekorative Brot eine gute Figur. Durch die lange Haltbarkeit ist es auch ein guter Begleiter auf Reisen. Bei unserer Kultur und Tradition ist es üblich immer etwas mitzubringen oder mitzugeben wenn man zu Besuch geht oder jemanden zu Besuch hat. Auch wenn jemand auf Reisen geht Dafür sind die Lochira natürlich perfekt geeignet. Man kann auf die Lochira wie bei einem Teller andere Leckereien darauf packen. Als Gast können Sie dem Gastgeber damit ein kleines Dankeschön für die Einladung und Gastfreundschaft überreichen, oder als Gastgeber Ihren Gästen bei der Verabschiedung eine kleine Aufmerksamkeit mitgeben. Das tellerförmige Brot ersetzt dabei auf praktischer weise den Teller und man braucht sich keinen Kopf um verloren gegangene Teller machen.
Es gibt unterschiedliche Varianten dieses Brotes. Manche lieben es etwas weicher, andere wiederum eher knuspriger. Darum werden Sie überall abweichende Rezepte finden. Wundern Sie sich also nicht über sehr unterschiedliche Interpretationen dieses Brotes. Jeder hat seine Lieblingsvariation. Vielleicht werden Sie mein Rezept auch mögen. Probieren Sie es mal aus..
Ein Tipp: Dieses Brot ist auch ein guter Begleiter für eine schöne Käseplatte.

Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):LOCHIRA
http://lochira.com/de/küche-brot/lochira

Freitag, 19. April 2013

Holvaytar (Mehl-Halva)


Holvaytar ist eine alte, traditionelle Süßspeise aus Usbekistan. Es schmeckt sehr lecker und ist auch sehr einfach in der Zubereitung.
Wie ich auch in meinen anderen Beiträgen erwähnt habe, gab es in Usbekistan früher keine so große Bandbreite an verschiedenen Süßspeisen. Die heute in Usbekistan so beliebten Torten und andere populäre Süßspeisen, haben wir größtenteils dem sowjetischen Einfluss zu verdanken.
Aber Holvaytar ist ein unserer alten Rezepte und besonders in der Region Osh in Kirgisien sehr beliebt.
In der Tashkent Region dagegen wird Holvaytar eher zu besonderen Anlässen zubereitet, z.B. wenn man ein neues Haus gekauft hat. Dann verteilt man diese Süßspeise an Bekannte und Nachbarn. Aber auch bei traurigen Anlässen, wenn beispielsweise ein Familienangehöriger gestorben ist wird Holvaytar gereicht. Dann bereitet es aber die Verwandtschaft gemeinsam mit anderen Gerichten zu, denn die Angehörigen des Verstorbenen dürfen drei Tage lang nichts zu Hause kochen. Diese Gerichte werden dann auch mit den Besucher die der Familie Beileid kundtun möchten geteilt.
Diese Süßspeise ist wie relativ einfach und benötigt wenige Zutaten.
  Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):    HOLVAYTAR

http://lochira.com/de/küche-alte-rezepte-süßspeisen/holvaytar-mehl-halva

Liq-Liq (Sülze)



Ich assoziiere dieses Gericht immer mit unseren großen Festen, wo meist ein Lamm geschlachtet und zerlegt wird. Die Lammfüße, der Kopf und jegliche Knochen werden dann zusammen mit reichlich Zwiebeln, Gewürzen und Looberblättern stundenlang gekocht. Manchmal sogar einen ganzen Tag.
Man bereitet dann viele Schalen von dieser Art Sülze vor. Das beste daran ist, dass man diese dann 1-2 Wochen lang essen kann - kalt aber auch wenn Sie es mögen, nochmals erhitzt z.B. als warme Suppe. Beides schmeckt köstlich. Diese Gericht ist hervorragend geeignet, wenn sie viele Gäste erwarten. Man kann es als Vorspeise schon vorher vorbereiten und wenn die Gäste da sind auch kühl servieren.
Das Prinzip der Vorbereitung ist eigentlich sehr einfach. Alles wird solange gekocht bis das Fleisch und die Haut sich vom Knochen ganz von selbst lösen und von dem großen Topf voller Wasser, ein reduzierter Bouillon übrig bleibt. Sie brauchen bei der Zubereitung weder extra Gelatine noch Essig.
     Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):Liq Liq ( Sülze)

Kartoshka Manti - (Maultaschen mit Kartoffeln)


Diese Maultaschen-Variation ist im Ferghana Tal sehr verbreitet. Nur hier werden Sie "Sichqon Manti", also "Maus-Maultaschen" genannt. Wahrscheinlich werden diese Manti so genannt, weil sie kleiner sind als die sonst bei uns gewohnten. Maultaschen sind bei uns sowieso, wie alle Teigwaren sehr beliebt. Dementsprechend existieren viele bekannte, aber auch nur regional verbreitete Varianten. Ich werde Ihnen in meinen kommenden Beiträgen einige davon vorstellen. Das besondere an diesen Maultaschen ist auch, dass sie im Dampf gegart werden und nicht im Wasser gekocht.
Dieses Gericht hat meine Mutter sehr oft zubereitet, als ich noch ein Kind war. Das schönste damals war immer, dass wir bei den Vorbereitungen mithelfen durften, was eine absolute Ausnahme war, weil meine Mutter es nicht gerne hatte, wenn jemand anderes - und ganz besonders wir Kinder - in ihrer Küche rumwerkelten oder gar etwas durcheinander gebracht haben. Sie ist eine hervorragende Köchin, daher hat Sie sowieso immer Zweifel an der Kompetenz anderer, die sich mit dem kochen versuchen. Sie sagte immer: "wenn du es gut könntest, warum sollte ich mich denn mit dem Kochen herumplagen" :-)
Aber bei Manti war es anders. Da durften wir alle mitmachen und hatten auch später viel Freude bei Essen. Wenn Sie Kinder haben können Sie das mal gerne zusammen probieren. Das wird den Kindern Spaß machen und sie bekommen eine andere Verbindung zum Essen.
    Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Kartoshka Manti - (Maultaschen mit Kartoffeln)

Donnerstag, 18. April 2013

Suzmali salat



Diesen Salat verbinde ich immer mit dem Frühling in Usbekistan, denn im Frühling gab es bei uns immer die ersten Radieschen, Rettiche und Gurken. Diese gab früher dort leider nicht ganzjährig. Ich hoffe dass diese Salatvariante Ihnen gefallen wird.
Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN):SUZMALI SALAT

Loviyali mastava


Bohnen-Reis Gemüse Suppe (Loviyali mastava)




In Usbekistan sind Suppen sehr beliebt. Wenn Sie ein Restaurant besuchen wird häufig als Vorspeise vor dem eigentlichen Hauptgang eine leckere Suppe oder Fleischbrühe serviert. Gute Restaurants haben öfters mehrere Suppen zur Auswahl.
Suppen mit Bohnen sind eher die Seltenheit, aber diese Eintopf-Suppe habe ich bei einer Fahrt ins Ferghana-Tal gegessen. Sie hat mir sehr lecker geschmeckt, daher möchte ich Ihnen dieses Rezept gerne mal empfehlen.   Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): Loviyali mastava

PIYOZLI NON (ZWIEBELBROT)


Wenn man als Usbekin im Ausland lebt, vermisst man am meisten das typische usbekische Brot. Jeder Usbeke wird ihnen voller Sehnsucht und Nostalgie von dem Geruch und Geschmack unseres Brotes, der Heimat und dem Zuhause schwärmen.
Piyozli Non ist eine Variante des Fladenbrot, die sehr gerne und oft zu Hause gemacht wird. Wie Sie vielleicht schon aus den anderen Rezepten bemerkt haben, werden bei uns viel Zwiebeln gegessen, auch im Essen dürfen diese nicht fehlen. Daher ist auch das Zwiebelbrot sehr beliebt, besonders wenn man es mit frischer und richtig leckerer hausgemachter Butter serviert.
In Usbekistan werden beim Backen dieses Brotes die Zwiebeln roh zugegeben.
Ich schlage aber vor, diese vorher zu rösten, weil sie dadurch einen besseren, karamellisierten Geschmack bekommen. Besonders für Leute die einen allzu starken Zwiebelgeschmack nicht mögen, ist das eine gute Alternative.


Hier ist das Rezept (BITTE KLICKEN): PIYOZLI NON

http://lochira.com/de/kueche-brot/piyozli-non-zwiebelbrot

HASIP

Hasip ist die hausgemachte usbekische Wurst aus Innereien und Reis. 





Hasip ist die hausgemachte usbekische Wurst aus Innereien und Reis. Dieses traditionelle Gericht wird aus den Innereien des Schafes gemacht. Es gibt auch hier regionale Unterschiede in der Zubereitung. Die Zubereitung ist leider ein wenig zeitaufwendig, daher wird es meist nur zu Festen und Feierlichkeiten zubereitet. Als Kind mochte ich Innereien nicht sehr besonders und habe alles was damit zu tun hatte abgelehnt. Zu Unrecht wie ich natürlich jetzt weiss.
Nach und nach habe ich großen gefallen daran gefunden. Ich liebe diese unterschiedliche geschmackliche Vielfalt die Innereien haben. Durch den feinen eigenen Geschmack muss man sogar größtenteils gar keine Gewürze verwenden. Wer Innereien mag und viel gegessen wird das gleiche sagen. Allen anderen empfehle ich mal völlig ohne Vorurteile es mal zu probieren. Sie werden überrascht sein. Aber wie gesagt Innereien sind nicht jedermanns Sache, aber unbedingt mal einen Versuch wert. Für Liebhaber eine sehr köstliche Sache.
In Usbekistan wird traditionell auch zu diesem Gericht Fett vom Lamm dazugegeben. Sie können aber auch statt Fett Pflanzenöl nehmen. Geschmacklich wird das nichts ändern.
Hasip schmeckt warm am besten. Am liebsten noch mit frischen Zwiebeln und einen Stück Brot.
Sie können statt dem Naturdarm auch ein künstlichen Darm verwenden. Achten Sie allerdings darauf, dass diese zum Kochen geeignet sind.
Hier ist das RezeptHASIP

Dienstag, 9. April 2013

Somsa



Somsa ist in Usbekistan der Snack schlechthin. Die leckeren kleinen Teigtaschen kann man überall hin mitnehmen und als schnellen Imbiss auf der Arbeit oder unterwegs genießen. Somsa hat bei uns so in etwa den gleichen Stellenwert, wie der Sandwich in England.
Die usbekische Esskultur ist ohne Somsa nicht vorstellbar. Ich bin selber, wie die meisten Usbeken ein großer Fan dieses Snacks. Wenn Sie mich fragen warum, dann würde ich gleich sagen
Erstens: man braucht keinen extra Teller, Löffel oder Gabel dabei.
Zweitens: können man diese kalt wie warm essen.
Drittens: Es ist das universelle Mittagessen für alle, die beim Mittagessen ein wenig auf das Geld achten müssen. Daher besonders beliebt bei Studenten und Arbeitern.
Viertens: Für jeden ist was dabei. Es gibt vegetarische Variationen und natürlich mit Käse oder Fleisch gefüllte. Fettige oder leichte – einfach unglaublich vielfältig.
Fünftens: Es ist das perfekte Mitbringsel wenn man irgendwo zu Besuch eingeladen ist. Darüber freuen sich wirklich alle.
Wenn Sie in die usbekische Küche entdecken wollen, ist die Somsa absolute Pflicht. Ist ja auch verdammt lecker. Probieren Sie es selbst - hier ist das Rezept:
SOMSA

Freitag, 5. April 2013

Moshugra (Mosch-ugra)


"Moshugra" zählt zu den Klassikern der usbekischen Küche und ist eine feine Suppe aus Mungo-Bohnen und hausgemachten klein geschnittenen Nudeln. Die Nudeln werden gewöhnlich schon im Voraus vorbereitet, getrocknet und gelagert. Diese stehen dann immer bereit, wenn man schnell mal eine Suppe zubereiten möchte.
Wenn man keine Zeit hat, kann man die Nudeln auch auf den Märkten und Basaren kaufen :)
Moshugra ist vor allem im Winter und bei kaltem Wetter sehr beliebt. Obwohl Suppen in der usbekischen Küche als Vorspeisen angesehen werden, kann man diese gehaltvolle Suppe auch als Hauptspeise essen. Moshugri schmeckt hervorragend mit frischem Basilikum und saurem Joghurt.










Rezept: 
Moshugra
300 gr Hackfleisch.
Ein halbes Glas Mungo-Bohnen.
2 kleine Zwiebeln
Eine Tomate oder ein kleiner Löffel Tomatenmark
1-2 Möhren (je nach Größe)
1-2 Kartofeln
Salz nach belieben
Gewürze (Kümmel, Pfeffer)
frische Kräuter (Petersilie, Basilikum)
50 gr. Pflanzenöl, oder Butterschmalz
für den Teig:
1glas Mehl
1 Ei
2 Löffel Wasser
eine Prise Salz.
Schritt 01:
Die klein gehackten Zwiebeln in einem großen Topf im Öl glasig dünsten.
Schritt 02:
Nacheinander die Tomaten, Möhren, und die Kartoffeln kurz anbraten und mit salz würzen.
Schritt 03:
1,5-2 l. kaltes Wasser in den Topf gießen, danach ein halbes Glas Mungo-Bohnen in den Topf zugeben und alles köcheln.
Schritt 04:
Die Mungo-Bohnen werden in ca 20-30 min. weich und öffnen sich dann wie auf dem Bild zu sehen ist.
Schritt 05:
eine halbe fein gehackte Zwiebeln mit den Gewürzen unter das Hackfleisch mischen und aus der Masse 2 Cent-Stück große Bällchen formen.
Schritt 06:
Nach dem die Mungo-Bohnen fertig sind die Hackbällchen hinzufügen, das
Ganze nun 10 min köcheln und verrühren. Danach die Nudeln der Suppe zugeben und weitere 10 min. aufkochen lassen. Abschließend die Kräuter zu der Suppe geben und gleich in einer tiefen Suppenschale servieren.
Guten Appetit